durch die Uinaschlucht (Alpencross)
Bike und Berg gehören zusammen, und nicht erst seit der Erfindung des Mountainbikes. Schon in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts sind die Pioniere des Alpinismus mit den Radln in die Berge gefahren. So sind die beiden Berchtesgadener Bergsteiger Kurz und Hinterstoißer mit ihren Rädern bis in die Schweiz gefahren, um die Eigernordwand zu besteigen. Und wer kennt nicht die Anekdote von Hermann Buhl, der auf der Heimfahrt von der Besteigung der Badile Nordostwand während der Fahrt eingeschlafen ist, die Innbrücke verfehlte und geradewegs in den Fluß radelte. In den 60er und 70er Jahren wurde es still um das Fahrrad am Berg, aber mit dem Mountainbike hat das Bergradeln eine Renaissance erfahren. Für uns ist das Bike ein Hilfsmittel am Berg wie der Eispickel oder das Seil. Mountainbiken ist eine Form des Bergsteigens geworden. Man unternimmt Tagesausflüge mit dem Bike, nützt es, um über Almwege zum Ausgangspunkt für Wanderungen oder Klettertouren zu kommen, oder überquert in einer mehrtägigen Reise die Alpen. Der Alpencross von Oberstdorf zum Gardasee ist zum faszinierenden Erlebnis geworden. Auch ich habe schon oft die Alpen auf verschiedenen Routen mit dem Bike überquert. Der Chiemgau ist ein wahres Paradies für Biker. Unsere gepflegten Bergstraßen, eine Vielzahl an Bergseen und vor allem die gut geführten Almen mit ihren netten Sennerinnen und ihrem reichhaltigen Angebot an selbstgemachten Spezialitäten wie Topfenstrudel, heimische Speck- und Käseplatte und Ähnliches sind ein dickes Argument für dieses Bikerevier.
am Stilfserjoch im Schneesturm